Offene Ganztagsschule

 

Offener Ganztag: Grunddaten

Ansprechpartnerinnen Frau Dües und Frau Speckmann
    Telefon Öffnung:

Montag – Freitag / Montag – Donnerstag & Freitag,
ggf. Ferienöffnung

Montag – Donnerstag von 11.30 Uhr – 16.30 Uhr
Freitag von 11.30 Uhr – 15.30 Uhr

  Telefon Telefon: 0 25 61 / 4 29 88 04
    Mobil Mobil: 01 76 / 90 76 99 37
    E-Mail E-Mai: ogs@josefschule-ahaus.de

 

Träger Ganztagsgruppen
Förderverein der Josefschule

3 Gruppen

 

Personal:

  • 7 Erzieherinnen
  • 1 Lehrerin
  • 1 Sozialpädagogin
  • 2 pädagogische Ergänzungskräfte
  • 2 Küchenhilfen

 

Elternbeitrag
Sprechzeiten
Kosten abhängig vom
Einkommen Berechnung
erfolgt wie im Kindergarten
Beratungsangebote (regelmäßig)

 

 

Das Gesamtkonzept der OGS der
Josefschule (JOGS)

 

Kinder werden heute in grundlegend anderen sozialen Strukturen groß als noch vor einer Generation. Viele Kinder leben in Ein-Eltern- oder Patchwork-Familien. Die klassische Kernfamilie, bestehend aus Vater, Mutter, Kindern, ist lediglich ein Lebensmodell unter anderen. Die Notwendigkeit der Berufstätigkeit allein erziehender oder beider Elternteile hat zugenommen. Zudem führt die im Berufsleben immer stärker geforderte, zeitliche und räumliche Flexibilität zu einer Verringerung des familiären Miteinanders und erschweren so den Erwerb sozialer Kompetenzen. Lebenserfahrung wird zunehmend über Medien vermittelt.

In diesem Spannungsfeld kommt der Grundschule wie auch der Offenen Ganztagsschule ein besonderer Bildungs- und Erziehungsauftrag zu. Gemessen an der gesamten Schulzeit müssen die Kinder in der Grundschulzeit die höchsten Lernanforderungen bewältigen. Wenn sich Kinder dann täglich mindestens acht Stunden außerhalb ihrer familiären Strukturen in der Schule aufhalten, werden hier entscheidende kognitive, körperliche, emotionale und soziale Fähigkeiten geprägt und erlernt.

Im Schuljahr 05/06 hat die Josefschule die Offene Ganztagsschule (JOGS) eingerichtet. Die OGS ist ein freiwillig zu nutzendes Ganztagsangebot, das nur von einem Teil der Schüler und Schülerinnen wahrgenommen wird. Die Anmeldung bindet für die Dauer eines Schuljahres.

Das Konzept der OGS knüpft an das Leitbild der Josefschule "MITEINANDER - erfolgreich - lernen". Ziele sind auch hier "soziales Lernen", "handelndes Lernen" und "bewegungsfreudiges Lernen".

In dem vorliegenden Konzept möchten wir die Arbeit in der OGS an der Josefschule transparent machen. Sie finden alle Informationen rund um den organisatorischen Bereich in der OGS, aber auch detaillierte Auskünfte über die inhaltliche, pädagogische Arbeit bei den Erziehern.

 

 

1. Rahmenbedingungen

 

1.1 OGS der Josefschule

Die OGS der Josefschule ist eine familienergänzende Einrichtung. Die Betreuung beginnt nach dem Unterricht, in der Regel um 11.30 Uhr und endet um 16.30 Uhr. Es werden Kinder von der ersten bis zur vierten Jahrgangsstufe betreut. (Z. Zt. 73 Kinder in der OGS und 34 Kinder in der Übermittagsbetreuung)

Die Kinder haben die Möglichkeit ihre Hausaufgaben zu erledigen und an verschiedenen AGs teilzunehmen, in denen individuelle Fähigkeiten und Fertigkeiten gefördert werden.

Zu Mittag wird in drei Kleingruppen ein warmes Essen eingenommen.

Projektweise kooperieren wir mit weiteren Einrichtungen und Organisationen.

Träger des Ganztagsangebots an der Josefschule ist der Förderverein e.V., der seit Jahren auch die Übermittagsbetreuung organisiert.

Seit dem Schuljahr 2005/2006 organisiert der Förderverein in Kooperation mit der Stadt Ahaus die Offene Ganztagsschule (JOGS).

Seit der Einrichtung der Offenen Ganztagsschule im Jahr 2005 werden die Möglichkeiten des gemeinsamen Lernens erweitert und die Versorgung der Kinder während der Berufstätigkeit der Eltern gewährleistet. Über ein Betreuungsangebot von "Acht bis Eins" verfügen wir bereits seit vielen Jahren.

Durch die steigende Betreuungsanfrage in der OGS musste zum Schuljahr 2011/2012 eine räumliche Erweiterung erfolgen. Die Zahl der Kinder erhöhte sich drastisch von 40 auf zeitweise 67 Kinder, so dass auch der Mitarbeiterkreis durch weitere pädagogische Fachkräfte verstärkt werden musste. Seit September 2011 betreuen acht Erzieherinnen, Praktikanten, zwei Küchenhilfen (Teilzeit, nach Bedarf) und (externe) Kursleiter/innen die Kinder in neu gestalteten Räumen der OGS. Koordiniert wird die OGS durch eine Sozialpädagogin.


1.2 Ziel der OGS

Ziel der OGS ist es, unter Einbeziehung des sozialen und kulturellen Umfeldes der Schule die Persönlichkeitsentwicklung des einzelnen Kindes zu fördern.

Mittel zu dieser Förderung sind:

  • Ein strukturierter Tagesablauf mit warmen Mittagessen
  • Unterstützung bei der Erledigung der Hausaufgaben
  • Heranführung an Freizeitaktivitäten
  • Berücksichtigung und Förderung unterschiedlicher Begabungen
  • Verbesserung der Chancen für Migrantenkinder und Kinder aus benachteiligten Familien
  • Soziales Lernen


1.3 Pädagogisches Konzept

Die Betreuung der Kinder, die Ergänzung des schulischen Bildungsauftrags und die erzieherische Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten stellen die drei Säulen des pädagogischen Handelns in der Offenen Ganztagsschule dar. Die Schülerinnen und Schüler mit ihren individuellen Interessen, Stärken und Schwächen haben dabei im Mittelpunkt des pädagogischen Handelns aller Beteiligten zu stehen. Um das einzelne Kind in seinen kognitiven, sozialen und emotionalen Kompetenzen zu stärken, bekommt dieses in der OGS die Möglichkeit, sich in stabilen und anregenden Umgebungen und Situationen zu erfahren, gefördert und gefordert zu werden. Entsprechend seiner Entwicklung wird das Kind vom pädagogischen Personal nach seinen Bedürfnissen begleitet.

 

1.4 Betreuungsgruppe “ ACHT bis EINS“

An allen Schultagen, zu denen auch unterrichtsfreie Schultage gehören, wird durch das Personal der Übermittagsbetreuung (4 Betreuer) eine verlässliche Betreuung von 8.00 Uhr bis 13.30 Uhr angeboten. Die Kinder werden in einer eigenen Gruppe und in einem eigenen Raum betreut. Spiel, Ruhepausen, Anregungen für gemeinsame Aktivitäten und individuelle Wünsche sind Möglichkeiten der sinnvollen Beschäftigung. Es gibt kein Mittagessen.

Die Teilnahme an der Betreuung wird individuell geregelt. Die Kinder müssen nicht an jedem Schultag teilnehmen und können nach Absprache mit den Betreuern die Betreuung auch schon vor 13.00 Uhr verlassen. Wenn ein angemeldetes Kind die Übermittagsbetreuung nicht besuchen kann, muss es durch die Erziehungsberechtigten entschuldigt werden.

 

1.5 Raumkonzept

Für die Betreuung der Kinder stehen der OGS zwei Gruppenräume, ein Kickerraum und ein Ruheraum zur Verfügung. Die Räume sind kindgerecht und gemütlich eingerichtet. Die Ausstattung bietet den Kindern die Möglichkeit, sich mit unterschiedlichem Spiel-, Lese- und Bastelmaterial zu beschäftigen. Weitere Klassen werden für die Erledigung der Hausaufgaben, für Stille-, Bewegungs- und Gruppenspiele genutzt. AGs und Projekte finden in den jeweiligen Räumen statt. Am Kicker- und Airhockeytisch können die Kinder sich in einem separaten Raum austoben.

Der Schulhof weist ein großzügiges Außengelände auf. Mit seinen diversen Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten wie Spielplatz, Tischtennisplatte, Turnstangen, Baumstämmen zum Balancieren und dem Fußballplatz kann er jederzeit genutzt werden. Die Turnhalle steht der OGS an allen Tagen von 13.30 Uhr bis 16.00 Uhr zur Verfügung.
Das Mittagessen wird in der Mensa eingenommen.

 

 

2. Realisierung


2.1 Zeitkonzept

Der Unterricht in der Schule findet in der Regel von 8.00 Uhr bis mind. 11.30 Uhr/ max. bis 13.20 Uhr statt.

Die Betreuungsgruppe „ACHT bis EINS“ bietet den angemeldeten Kindern eine verlässliche Betreuung an allen Schultagen bis 13.30 Uhr. An unterrichtsfreien Schultagen (z. B. Pädagogische Ganztagskonferenzen) werden die Kinder im Rahmen der OGS-Betreuung von 8 - 13.30 Uhr betreut. In den Schulferien findet keine Betreuung statt.

Die Offene Ganztagsschule ist täglich von 11.30 Uhr bis 16.30 Uhr geöffnet, am Freitag von 11.30 Uhr bis 15.30 Uhr. Alle Kinder sind bis mindestens 15.00 Uhr anwesend. Die meisten Kinder bleiben bis 16.00 Uhr, da sie an den Angeboten teilnehmen möchten.

In begründeten Ausnahmen (z.B. Arztbesuche, Therapiestunden) können die Kinder an einzelnen Tagen auch eher freigestellt werden. In diesen Fällen ist vorher eine schriftliche Entschuldigung einzureichen.

Die OGS bietet eine Ferienbetreuung in den Herbstferien, in den Osterferien, drei Wochen in den Sommerferien und eine Woche in den Weihnachtsferien an. Vor den Ferien wird eine Bedarfsabfrage durchgeführt. Die Anmeldung für die Ferienbetreuung ist freiwillig, aber verbindlich. Hierfür können zusätzliche Kosten (z.B. für Ausflüge und Eintrittsgelder) anfallen, die nach der verbindlichen Anmeldung und vor Ferienbeginn zu entrichten sind. Die Ferienbetreuung findet statt, wenn mindestens 5 Kinder teilnehmen.

An den Brückentagen und an den Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr bleibt die JOGS geschlossen.

 

2.2 Finanzierung von OGS und Übermittagsbetreuung

2.2.1 Betreuungsgruppe „ACHT bis EINS“

Zur Deckung der Betriebskosten der Übermittagsbetreuung dienen:

  • Die jährlich vom Land NRW bewilligten Mittel für das gesamte Betreuungsangebot
  • Die von den Eltern zu entrichtenden Beträge in Höhe von derzeit 20,00 € je Kalendermonat.
  • Die Elternbeiträge werden im Lastschriftverfahren vom Träger monatlich eingezogen.

 

2.2.2 OGS

Zur Deckung der Betriebskosten der OGS dienen:

  • Die jährlich vom Land NRW bewilligten Mittel pro rechtzeitig angemeldetem Kind (Stichtag: 1. Schultag nach den Herbstferien)
  • Der jährlich vom Land NRW bewilligte kapitalisierte Lehreranteil pro rechtzeitig angemeldetem Kind
  • Die von den Eltern zu entrichtenden Beiträge bzw. die daraus resultierende finanzielle Zuwendung der Stadt Ahaus.

Die Elternbeiträge pro Monat werden nach ihrem Bruttojahreseinkommen berechnet.

Einkommensgruppen Beitrag
Bis 18.000 € 0,00 €
Bis 25.000 € 26,00 €
Bis 37.000 € 44,00 €
Bis 49.000 € 73,00 €
Bis 61.000 € 115,00 €
Ab 61.000 € 150,00 €


Die Verpflichtung zur Zahlung des Elternbeitrages entsteht mit der Annahme des Kindes zur Teilnahme an der Offenen Ganztagsschule. Die Eltern schließen mit dem Förderverein einen Betreuungsvertrag über ein Schuljahr ab.

Geschwisterkinder zahlen keinen Beitrag.

Der Förderverein als Träger der Offenen Ganztagsschule erhebt unabhängig vom Elternbeitrag für das Essen einen Betrag von 3,00 € pro Tag, welches monatlich von den Eltern zu zahlen ist. Das Essen in den Ferien wird separat abgerechnet.

 

2.3 Das Team

Zum Team der OGS gehören fest angestellte pädagogische Fachkräfte. Derzeit arbeiten eine Sozialpädagogin als Leitung, acht Erzieher, ein Mitarbeiter auf Honorarbasis, zwei Küchenhilfen (Teilzeit, nach Bedarf) und (externe) Kursleiter/innen in der OGS.

Im Anschluss an den Unterricht kommt täglich eine Lehrkraft in die JOGS, um im Hausaufgabenbereich mitzuarbeiten.

Die pädagogischen Fachkräfte besuchen kontinuierlich Weiterbildungen und Fortbildungsveranstaltungen, um die Qualität der pädagogischen Arbeit fortdauernd zu gewährleisten.

Das pädagogische Personal wird durch eine ehrenamtliche Lesepatin unterstützt.

Das Team der OGS der Josefschule arbeitet eng, gewissenhaft und zielorientiert zusammen. Es finden regelmäßige Teamsitzungen zum Austausch, zur Reflexion und zu organisatorischen Themen statt. Die Arbeitszeiten orientieren sich an der Anzahl der Kinder. Zu den Aufgaben gehören unter anderem das Begleiten des Mittagessens, Angebote von Beschäftigungsmöglichkeiten, die Gestaltung des Freispiels und das Leiten von eigenen AGs.

Alle Mitarbeiter möchten den Kindern Vertrauen und Geborgenheit vermitteln. Der Umgang ist liebevoll, aber konsequent. Wir möchten die Kinder befähigen, verantwortungsvoll, selbständig, selbstbewusst, aber auch kritikfähig zu werden und sie im Sozialverhalten, in der Motorik, der Sprache, der Konzentration und der Wahrnehmung fördern.

 

 

3. Inhaltliches Konzept

 

3.1 Gruppenleben

Die Grundstruktur der OGS ist die Gruppe. Um dem Bedürfnis der Kinder nach Orientierung und Zugehörigkeit gerecht zu werden und ihre sozialen Kompetenzen zu stärken, werden sie in klassenübergreifende feste Gruppen eingeteilt. Die Einteilung erfolgt darüber hinaus nach Klassenzugehörigkeit.

Eine Zuordnung einzelner Kinder in eine andere Gruppe kann aus pädagogischen oder organisatorischen Gründen erforderlich sein.

In der OGS gibt es drei Gruppen mit je ca. 20 – 28 Kinder. Jede Gruppe hat eine feste Gruppenleitung. Zusätzlich wird je eine Erzieherin schwerpunktmäßig in einer Gruppe eingesetzt und arbeitet eng mit der Gruppenleiterin zusammen. Auf diese Weise haben die Kinder feste Ansprechpartner und Bezugspersonen.

In der Gruppe wird das Zusammenleben organisiert. Hier entwickeln sich die Kinder zu selbständigen und selbstbewussten Persönlichkeiten. Sie lernen sich und andere als gleichberechtigte Partner zu erleben, Bedürfnisse zu äußern, dafür Verständnis und Rücksichtnahme zu erfahren, und selber Rücksicht zu nehmen. Es ist uns wichtig, dass sie ihre und die Grenzen der anderen kennen, akzeptieren und respektieren lernen. Die Kinder erfahren, dass jedes Handeln mit Folgen verbunden ist. Sie können Entscheidungen treffen und werden in die Lage versetzt, die Konsequenzen ihrer Entscheidungen abzuschätzen. Die Kinder lernen Werte, Rituale und Umgangsformen kennen, die das soziale Miteinander stärken und das Gemeinschaftsgefühl vertiefen.

Um dies umzusetzen, gelten für Kinder und Erzieher Regeln und Konsequenzen bei Nichteinhaltung der Regeln. Das Gemeinschaftsleben wird durch Rituale wie gemeinsames Mittagessen, Geburtstagsfeiern, Kinderkonferenzen oder gemeinsame Aktivitäten gefördert.

 

3.2 Tagesablauf – Wochenplan

(Stand 01.03.2016)

Wochenplan


3.3 Gemeinsames Mittagessen

Das gemeinsame warme Mittagessen hat eine wichtige Funktion im Tagesverlauf. Aufgrund der sozialen und gesundheitsfördernden Ausrichtung der Schule besteht für die Kinder die Verpflichtung am täglichen Mittagessen teilzunehmen. Alle Kinder nehmen das Mittagessen mit ihren Betreuerinnen in der Mensa ein. Organisatorisch wird in drei Essgruppen gegessen, jeweils nach der vierten, fünften und sechsten Unterrichtsstunde. Jede Gruppe hat zwischen 30 und 45 Minuten Zeit für das gemeinsame Essen.

Dabei werden Regeln und Rituale eingeübt. So werden vor dem Essen die Hände gewaschen und die Mahlzeit beginnt erst, wenn alle Kinder an ihrem Tisch sitzen. An jedem Tisch sitzen max. 6 Kinder. Eine Gruppengröße von max. 22 Kindern ermöglicht das gemeinsame Essen in einer ruhigen Atmosphäre. Dazu gehört Teilen, Rücksicht nehmen, jeden zu Wort kommen lassen und Regeln einhalten.

Man isst nicht nur gemeinsam, sondern tauscht sich aus. Das schafft konstruktive und positive Atmosphäre, die Entspannung und Kommunikation und damit Lernen fördert.

Die Ausgabe des Essens übernimmt eine Küchenkraft und erfolgt nach vereinbarten Regeln. Nach dem Essen beteiligen sich die Kinder beim Abräumen der Tische.

Es gilt der Grundsatz, dass jedes Kind von Beilagen und Gemüse mindestens probiert. Die Eltern werden gebeten, der Erzieherin mitzuteilen, wenn für ihr Kind religiöse, ideologische oder gesundheitlich bedingte Ausnahmeregelungen gelten sollen. Zum Mittagessen werden Mineralwasser und Leitungswasser gereicht. Es wird auf eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung geachtet, um das Wohlbefinden und die Konzentration der Kinder zu optimieren.

Das Essen wird täglich von der Krankenhausküche des St. Marien Krankenhaus frisch zubereitet und von dort ausgeliefert. Bei Fehlzeiten wegen Krankheit kann das Essen abbestellt werden, wenn eine telefonische Abmeldung bis 10.00 Uhr per Handymeldung erfolgt ist. Ansonsten müssen die Kosten für das Essen übernommen werden.

 

3.4 Freispiel

Das Freispiel wird in der OGS kontinuierlich angeboten. Beim selbständigen Spielen wählen die Kinder den Spielort, den Spielpartner und das Spielmaterial selbst aus. Das pädagogische Personal geht stets seiner Aufsichtspflicht nach.

Das Spiel ist ein Grundbedürfnis des Kindes. Durch das Spiel kann sich ein Kind gesund entwickeln und entfalten. Besonders in der heutigen Zeit ist das Angebot des freien Spiels sehr wichtig, um die Kinder aus der Passivität zu locken.

Das Freispiel ist wichtig, um:

  • die Phantasie anzuregen
  • verschiedene Fertigkeiten zu üben (Grob- und Feinmotorik)
  • um Erfahrungen zu sammeln
  • Konzentration und Ausdauer zu fördern
  • das Gedächtnis zu trainieren
  • soziales Verhalten einzuüben (aufeinander zugehen/Konflikte zu lösen/sich gegenseitig helfen/Regeln einzuhalten/ sich durchsetzen und nachgeben erlernen/Rücksicht zu nehmen)
  • Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen zu entwickeln
  • neue Freundschaften zu schließen und vor allem,
  • um Spaß mit seinen Spielkameraden zu haben.

Das Freispiel findet täglich in den beiden Gruppenräumen oder auf dem Schulhof statt.

Im Gruppenraum I befindet sich:

  • eine Tafel
  • ein Bereich für Bauklötze und Playmobil
  • ein gemütliches Lese- und Ruhesofa mit CD-Player für Musik
  • ein großer Bereich zum Basteln und Malen
  • eine Höhlenecke

Im Gruppenraum II befindet sich:

  • eine Puppenecke
  • eine Legoecke
  • eine Verkleidungs- und Theaterecke
  • eine vielfältige Auswahl an Gemeinschafts- /Gesellschaftsspielen.

Wir achten darauf, dass die Kinder jeden Tag Bewegung an der frischen Luft haben.

Dazu kann der Schulhof und der angrenzende Spielplatz genutzt werden. Unterschiedliche Materialien wie Straßenkreide, Bälle, Geschicklichkeits- und Balancespiele, Springseile usw. können die Kinder einsetzen.

Bei schlechtem Wetter benutzen wir die Turnhalle zum Toben.

 

3.5 Hausaufgaben

Das Erledigen der Hausaufgaben ist ein wesentlicher Teil in der Offenen Ganztagsschule. Wichtiges Ziel ist es, dass die Kinder sorgfältig ihre Hausaufgaben erledigen und dabei die notwendige Hilfe erhalten. Dabei ist zu beachten, dass es sich hierbei um keine Nachhilfe handelt.

Nach dem Mittagessen werden die Kinder in Kleingruppen betreut. Jeweils zwei Betreuerinnen beaufsichtigen die schriftlichen Hausaufgaben. Die Hausaufgabengruppen sind klassenbezogen und haben feste Bezugspersonen. Hierdurch ergeben sich feste Ansprechpartner für Eltern und Lehrer.

Während der Hausaufgabenzeit gibt es feste Regeln und Strukturen, die den Kindern das Arbeiten erleichtern sollen. Wir achten auf eine ruhige und entspannte Arbeitsatmosphäre. Jeder hat seinen eigenen Tisch, um möglichst ungestört arbeiten zu können. Jedes Kind kann Fragen stellen. Individuelle Hilfen werden angeboten.

Die Kinder sollen lernen, ihre schriftlichen Hausaufgaben selbstständig und eigenverantwortlich zu erledigen. Sie sind selbst für ihre Arbeitsmaterialien verantwortlich. Sie sind dazu angehalten, in ein Hausaufgabenheft einzutragen, welche Aufgaben ihnen gestellt wurden. Nur wenn sie diese Vorarbeit im Unterricht geleistet haben, ist es in der Hausaufgabenbetreuung möglich, die Hausaufgaben auf Vollständigkeit zu überprüfen. Die Hausaufgaben werden nur soweit korrigiert, wie dieses mit den Lehrern abgesprochen ist.

Als Zeitrahmen, innerhalb dessen die Hausaufgaben erledigt werden müssen, ist die Empfehlung des Landes maßgebend:

1. und 2. Klasse: 30 Minuten

3. und 4. Klasse: 45 Minuten

Wenn die schriftlichen Hausaufgaben nicht vollständig erledigt werden konnten, erfolgt eine Mitteilung an die Eltern und u. U. an die Lehrer. Es wird im Hausaufgabenheft notiert.

Die Ergebnisse der mündlichen Aufgaben (Auswendiglernen, Einmaleinsaufgaben üben, Lesen) können während der Betreuungszeit nicht abgefragt werden.

Die Kontrolle der Hausaufgaben muss in letzter Verantwortung bei den Eltern bleiben, da es besonders wichtig ist, dass sie selbst einen Einblick in die Lernfähigkeit und Entwicklung ihres Kindes bekommen.

 

3.6 Arbeitsgemeinschaften (AGs)

Nach den Hausaufgaben haben die Kinder die Möglichkeit von dienstags bis freitags verschiedene AGs und Projekte aus unterschiedlichen Bereichen zu besuchen. Einzelne AGs sind besonders an den Bedürfnissen und Voraussetzungen der 1. Und 2. Klassen bzw. der höheren Klassenstufen ausgerichtet, andere sind klassenübergreifend konzipiert. Die AGs werden kurz vorgestellt und können von den Kindern gewählt werden.

Die Entscheidung über die Teilnahme an den AGs obliegt den Betreuungskräften.

Die AGs sind für ein halbes Jahr festgelegt. Die Kurse werden von externen Fachkräften oder von pädagogischen Fachkräften des OGS-Teams vorbereitet und durchgeführt.

Die Teilnahme an AGs ist ausdrücklich gewünscht, jedoch nicht vorgeschrieben. Bei Anmeldung ist die Teilnahme für die Dauer eines Halbjahres verbindlich und eine regelmäßige Teilnahme wird erforderlich sein.

 

 

4. Kooperation und Kommunikation

 

4.1 Vernetzung mit der Schule

Die Erzieher der OGS stehen im engen Kontakt mit den Lehrern und tauschen sich über den Leistungsstand der Kinder, die Art der Hausaufgabenhilfe und über das soziale Verhalten der Kinder aus.

Im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben wird die Hausaufgabenbetreuung täglich von einer Lehrkraft betreut, außer am Freitag.

Die OGS-Leitung wird zu allen Konferenzen eingeladen, die Angelegenheiten der OGS betreffen. Sie hat die Möglichkeit, eigene Konferenzpunkte einzubringen.

 

4.2 Zusammenarbeit mit den Eltern

Zu Beginn eines jeden Schuljahres werden die Eltern zur Elternversammlung eingeladen.

Die Eltern erhalten regelmäßig Elternmitteilungen mit allen wichtigen Daten der JOGS.

Um einen stetigen Austausch zwischen den Eltern und Erzieher zu gewährleisten, kann neben Tür- und Angelgesprächen ein Gesprächstermin vereinbart werden.

Telefonisch können die Eltern ab 11.30 Uhr die Erzieher unter der Telefonnummer der JOGS erreichen. Ansonsten stehen die Erzieher gerne für Gespräche zur Verfügung, möchten diese aber in Zeiten legen, in denen sie nicht für die Kinder fehlen. Für den Austausch wichtiger aktueller Informationen sollte die „tägliche Gesprächszeit“ in der Zeit von 16.00 Uhr bis 16.30 Uhr genutzt werden.

Wichtige Informationen können auch über das Aufgabenheft der Kinder an Eltern und Erzieher weitergegeben werden.

Mindestens einmal pro Schuljahr soll ein gemeinsames OGS-Fest stattfinden, zu dem alle Eltern, Kinder und Lehrerinnen eingeladen werden. Dieses Fest wird durch das pädagogische Team organisiert.

 

4.3 Aufgabenfeld der pädagogischen Mitarbeiter der OGS

Die Hauptaufgabe der Erzieherinnen besteht darin, die Kinder nach dem Unterricht liebevoll aufzufangen, sich mit den Eigenarten des Einzelnen auseinanderzusetzen und sie als Persönlichkeiten anzunehmen.

Sie sind wichtige Bezugspersonen neben den Eltern und den Lehrern, da sie einen großen Teil des Tages mit den Kindern verbringen.

Ihre Aufgaben bestehen darin:

  • Beaufsichtigung und ggf. Hilfestellung bei den Hausaufgaben
  • Teilnahme an Teamsitzungen zur Absprache von gemeinsamen Zielen
  • Gemeinsames Mittagessen mit den Kindern
  • Förderung von Selbstvertrauen und festem Halt durch Rituale
  • Gestaltung kreativer Angebote während der Betreuungszeit
  • Organisation der Mittagsverpflegung
  • Austausch mit den Eltern
  • Beratung und Austausch mit den Lehrkräften und den Kooperationspartnern
  • Mitwirkung bei der Qualitätsentwicklung der OGS

Das gesamte pädagogische Personal der OGS trifft sich regelmäßig zur Dienstbesprechung. Hier findet der direkte Austausch über konkrete pädagogische und organisatorische Fragen statt.

 

5. Zielsetzungen

Die Konkretisierung der mittelfristigen Ziele erfolgt auf der Basis des erarbeiteten inhaltlichen Konzepts der OGS, das sich am Leitbild der Schule orientiert. Dabei wird besonderer Wert auf die stetige Weiterentwicklung gelegt.

Bevor die nächsten Ziele und Maßnahmen definiert und umgesetzt werden, soll das Erreichte inhaltlich und organisatorisch gefestigt sein.